2013/04/09

Canberra - die wirkliche Hauptstadt Australiens

Also waren wir wieder in Sydney und haben dann abends den Freund von Lars' Onkel getroffen, der gerade aus Deutschland zurückgekommen war. Zusammen sind wir dann in eine Bar zwischen Innenstadt und Darling Harbour gegangen und es wurde ein echt cooler Abend. Robert hat jedem von uns ein paar Biere spendiert und viel über Australien, seine „Heimat“ erzählt, was echt richtig interessant war. So haben wir herausgefunden, welches das beste Bier ist, dass man für Taxi fahren keine Ausbildung braucht (wie auch für Friseur und alles andere), dass in Sydney die Schwulenquote 40% ist und viele Frauen deshalb viel gereizter sind als anderswo und dass Australien hoch verschuldet ist. Vor allem die Kreditkartenschulden der Australier sind enorm. Viele leben auf Pump. Wenn sich das mal nicht irgendwann rächt.
So wurde also viel geredet, Witze gemacht, unsere dreierlei Abneigung gegenüber Cricket festgestellt und einfach der Abend genossen. Wären wir am Wochenende noch in Sydney gewesen, wäre Robert mit uns in seinem Boot zum Angeln rausgefahren. Schade, dass wir unseren Greyhound schon für den nächsten Tag gebucht hatten.
Nach dem Treffen sind wir mit einer Menge neuer Geschichten zum Darling Harbour gegangen, wo gerade das Hafenfest im Gange war und eine riesige 15 m große Plastikente im Hafen geschwommen ist.
Das coole an Sydney ist, dass es überall, an jeder Ecke Straßenkünstler gibt. Zauberer, Akrobaten, Entertainer und vieles mehr. So waren auch am Hafen zwei Jungs, die richtig gut waren und wir uns die Show gleich zweimal angeschaut haben ;) Der Eine hat den Anderen freihändig auf dem Kopf gedreht. Hört sich jetzt vielleicht nicht so spannend an, war es aber! :D

Am nächsten Tag ging es dann also mit dem Greyhound in die richtige Hauptstadt Australiens – Canberra.
Viele Backpacker haben uns vor Canberra gewarnt und gesagt, dass es eine der langweiligsten Städte überhaupt ist und man sich einen Besuch sparen kann. Aber wir wollten uns selbst ein Bild davon machen und  - schließlich ist es ja die Hauptstadt.
In Canberra selbst gibt es nur ein Hostel ;) (dafür in Sydney Tausende), von dem her war die Auswahl nicht so schwer. Schon beim einchecken gab es Probleme, weil angeblich nur Einer von uns bezahlt hatte. Aber nach ein paar Telefonaten nach Deutschland hat sich alles klären können. Dann haben wir uns gleich mal für das BBQ am Abend auf dem Rooftop eingetragen. Dort haben wir dann Matthias kennen gelernt, zwei deutsche Mädels aus Katoomba und zwei Holländer, ebenfalls aus Katoomba getroffen. Wie gesagt; es gibt nur ein Hostel in der Hauptstadt, wo sich dann alle Backpacker treffen. So wurde es ein lustiger Abend.
Am nächsten Tag haben wir uns dann Canberra genauer angeschaut. Heißt, wir sind zum Parliament House gelaufen und haben uns mal den „Bundestag“ Australiens angeschaut. Hier sieht man noch am deutlichsten die Verbindung nach England. Genau der gleiche Aufbau wie die Engländer. Es war recht interessant, das alles mal zu sehen.







Was man alles mit der Kamera machen kann. Von Gelb zu Blau ;)


Die beiden Wappentiere Australiens (Emu und Känguru) stehen für den Fortschritt und den Blick nach vorne, da beide Tiere nicht rückwärts laufen können (hat man uns auf einer der kostenlosen Touren erklärt).


Am Besten war aber das Parliament House selbst, das einfach mal anders aussieht, als man es von Staatsgebäuden gewohnt ist.
Danach ging es noch ins alte Parliament House



und danach zum War Memorial. Besser gesagt, wir wollten dort hin, war aber leider schon geschlossen. So blieb uns nur die Straße zum Memorial, das von Denkmälern gesäumt ist, das an jeden Krieg an dem Australien beteiligt war erinnert. Unglaublich an wie vielen Kriegen Australien beteiligt war. Fast bei jedem Krieg, den ich kenne waren die Australier mit von der Partie. Hätte ich nicht gedacht.



Im Hostel haben wir mit Matthias dann noch Crêpes gemacht, die sogar echt in Ordnung waren ;)
Danach war der Ausflug Canberra schon vorbei und auf gings zum Greyhound Richtung Melbourne. Dort haben wir dann Lars aus Berlin kennen gelernt.
Da wir über Nacht gefahren sind, haben wir uns eine Übernachtung gespart :D
Gruß und Kuss :P
Lukas





2013/03/19

New Year's Eve

Sydney - für manche die Hauptstadt – ist mit Abstand die größte Großstadt Australiens.. Da waren wir nun, und es waren nur noch 3 Tage bis Silvester/Neujahr. Das hieß: Schnell noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen (Harbour Bridge, Opera House, The Rocks (Stadtviertel, wo es sogar ein bayrisches Brauhaus gab),


Opera House

Harbour Bridge





2x rote Hose vor den zwei Wahrzeichen Sydney's :p


Kings Cross (Stadtviertel)

"Der Nachdenker"

(O)possum


China-Town-Market
aber vor allem klären, wo und mit wem das Feuerwerk angeschaut wird. Somit kam der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres 2012 (und die Welt ist 'Gott sei Dank' NOCH nicht untergegangen).. Früh morgens um 7.30 Uhr aus dem Bett, duschen, frühstücken, Vesper für den gesamten Tag richten, d.h. Für jeden 20 Brote ( :P ) und um 9.00 Uhr dann abgehauen, zum „Botanical Garden“.
Wie schon erwartet wurden wir bereits zwei Stunden vor Einlass mit einer kilomeeeteeerlangen Schlange begrüßt, aber! 

Kleine Schlange zum Botanical Garden ;)
wir sind schließlich nicht umsonst Backpacker (Hauptcharaktermerkmal: Dreistigkeit!) und haben uns einfach hineingedrängelt, was uns eine Stunde Anstehen erspart hat.
Durch alle Parkkontrollen durch, schnell einen guten Platz, bestenfalls mit guter Aussicht (schwierig bei den vielen Bäumen) gesucht und BREIT GEMACHT, da ja noch drei Mädels unterwegs waren, die mit uns feiern wollten.

14 Stunden auf das Feuerwerk warten...
Im Großen und Ganzen: Lukas und ich saßen 15 Stunden im Park, zehn davon mit praller Sonne.. Die Mädels kamen etwas verspätet, was wir ihnen aber nicht allzu sehr übel genommen haben. So verging also der Tag damit, herum zu liegen, Karten zu spielen, Musik zu hören, Wasserflaschen aufzufüllen und einfach die letzten Stunden des Jahres zu genießen :)
Das erste „große“ Feuerwerk gab es um 21.00 Uhr! War auf jeden Fall eine gute Einstimmung auf das wirkliche Feuerwerk! Kurz vorher haben wir uns alle gedacht, dass wir noch etwas zum Anstoßen brauchen (Alk in der Öffentlichkeit ist ja verboten Oo), also, jeder ein kleines Dosenbier für 7,00$ gekauft. Schnäppchennn! Zusätzlich haben wir unseren Platz gewechselt, wir sind schließlich nur einmal an Silvester in Sydney! Und dann war es soweit: Der allgemeine Countdown hatte zwar gefehlt, doch man konnte gut „sehen“, als es soweit war. Überall (Video-)Kameras, fröhliche Gesichter.. und vor allem: eines der größten Feuerwerke weltweit! Ungefähr zwölf Minuten lang, über der Harbour Bridge, in allen Farben und Formen.. 









Das muss man wenigstens einmal gesehen haben! (auch wenn ich persönlich noch ein klein wenig mehr erwartet hätte ;))


"Die Silvester-Bande" :D
30 Minuten nach Mitternacht wurden dann schon alle Besucher „gebeten“, den Park zu verlassen :(.. Wir dachten schon der Abend wäre gelaufen, aber dann haben wir doch noch etwas gefunden, wo wir noch ein wenig feiern, chillen und wach bleiben konnten. Um 5.00 Uhr waren wir dann im Bett und haben erstmal bis 16.00 Uhr geschlafen (ich mit 2 Stunden Unterbrechung/wegen Heimtelefonaten :-* ). Die restlichen Tage in Sydney (bis 5. Januar) haben wir uns noch den Rest von der Stadt angeschaut, unsere weitere Reise geplant und entspannt.
In den nächsten Tagen sind wir dann noch zum Manly Beach mit der Fähre gefahren, um einfach mal wieder in der Sonne am Strand zu relaxen und die "ersten" Sonnenstrahlen des "Neuen Jahres" zu genießen.


Da wir uns am 10. Januar mit einem guten Freund meines Onkels treffen wollten (wohnt seit 16 Jahren in Australien), mussten wir die Zeit bis dahin irgendwie sinnvoll nutzen, also haben wir uns dazu entschieden, zwei Orte in der Umgebung von Sydney anzuschauen. Erster Ort war Woollongong, ein kleines Städtchen 1-2 Stunden Zugfahrt südlich von Sydney entfernt. 


"Nein, wir haben nicht unsere Tabletten vergessen" :D
Wirklich viel zu sehen gab es leider nicht (wie schon zu erwarten war), trotzdem waren es zwei schöne Tage, unter anderem am Strand und in einem Hostel voll von Rauchern/Kiffern.
 

Größtes "Drogen-Hostel" Australiens
Anschließend ging es wieder für zwei Tage nach Bundanoon, eine Stunde westlich von Woollongong. Das Hostel war überragend! Ein einziges, großes einstöckiges Haus, irgendwo im nirgendwo, mit rundum Terrasse und super nettem Personal UND Klavier!



Yha Hostel Bundanoon
Fernseher gab es nicht, dafür kostenlosen Kaffee und Tee und ein 6-er Zimmer für uns alleine. Den Abend wurden wir noch reichlich von anderen Gästen mit Essen beschenkt (wahrscheinlich sah ich wieder hungrig aus), ich hab ein klein wenig auf die Tasten des Klaviers gehauen und wir haben vier – Achtung, Überraschung – Deutsche kennengelernt (viel zu viele in Australien.. Wenn du jemand Wildfremden hier auf deutsch ansprichst, hast du eine Chance von 50%, dass er dich versteht :D )


Twisteeer!
links Tischtennisball, rechts Fledermaus..
Der Tag darauf war für Viele (mich Etwas weniger) sehr aufregend und angst einflößend.. 40 Grad Celsius waren zu erwarten und die Chance auf Buschbrände war gleich 100, auch weil ein guter Wind geweht hat. Ich habe sogar zwei SMS vom Australischen Staat bekommen, dass ich vorsichtig sein solle, die aktuelle Lage der Brände über Radio oder Internet checken und mich durchaus auf eine Evakuierung vorbereiten solle. Die Lage im Hostel war den ganzen Tag über sehr angespannt, aber ruhig; versehentlich habe ich dann auch noch zwei, drei traurige Lieder auf dem Klavier gespielt, was einer älteren Hostelgästin nicht sehr gefallen hat, auch wenn sie gesagt hat, dass sie es liebe, wenn ich spiele :S
Somit haben wir Deutschen den Tag mit Lesen, Karten spielen, Schach, Handstandfotos und Essen verbracht.

So sehen verängstigte Jugendliche aus (Buschfeuergefahr)
Am nächsten Morgen ging es bei den Vieren weiter (Auto allerdings immer noch nicht repariert: Angeblich ein kaputter Filter, was zur Folge hat, dass der Motor schon bei kleinen Hügeln ausgeht und nicht mehr anspringt?!), und bei uns auch, zurück nach Sydney, den Freund meines Onkels treffen. Dieses Mal aber ein anderes Hostel und gleich ein 32-Bett-Zimmer gebucht (wurden aber leider ;) kostenlos in ein 6-er Zimmer „upgegraded“.


Leicht demolierte Schuhe.. Da sieht man mal, was wir für Strecken gelaufen sind! :p

Nichts wie weg mit den alten Dingern!!

Justin?


Eine Zitronen-Aufbewahrungs-Box (von Lukas zu Weihnachten)